- Leckortung in Hausinstallationen
- Überprüfung von Heizungs- und Sanitärleitungen
- Kontrolle von Druckluftsystemen
- Akustische Untersuchung von Maschinenlagern
- Nur in nicht explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen
Jede Leckage an einer Druckleitung erzeugt Geräusche – das austretende Wasser oder die entweichende Luft versetzt das umliegende Material in Schwingung. Diese Körperschallwellen breiten sich durch Rohre, Böden und Wände aus und sind mit blossem Ohr meist nicht wahrnehmbar. Das Stethophon 04 SDR macht sie hörbar und messbar.
Die Tastspitze wird direkt auf das Untersuchungsobjekt aufgesetzt – auf ein Rohr, einen Armaturenkörper, eine Bodenfliese oder eine Wand. Das Gerät nimmt den Körperschall auf, verstärkt ihn und gibt ihn über den kabellosen Funkkopfhörer F8 aus. Gleichzeitig zeigt das Display den Schallpegel als Messwert an. So lässt sich nicht nur hören, sondern auch objektiv vergleichen: Wo ist der Pegel am höchsten? Dort liegt die Leckstelle.
Die acht Filterstufen helfen dabei, Störgeräusche auszublenden – etwa von laufenden Pumpen, Verkehrslärm oder anderen Installationen im Gebäude. Je nach Untergrund und Rohrmaterial wählt der Anwender die passende Filterstufe und kommt so schneller zum Ergebnis.
Typischer Ablauf in der Praxis:
- Anlage unter Betriebsdruck belassen – die Leckage muss aktiv sein, damit sie Geräusche erzeugt
- Tastspitze systematisch auf Rohre, Armaturen oder den Boden aufsetzen – entlang des vermuteten Leitungsverlaufs
- Filterstufe anpassen, bis das Leckgeräusch klar hörbar und der Störschall minimiert ist
- Pegelwerte an verschiedenen Punkten vergleichen – der höchste Wert markiert die Leckstelle
- Feinsuche: Messpunkte eng setzen und Maximalwert eingrenzen
- Befund dokumentieren und ggf. mit einer Druckprobe oder Formiergassuche bestätigen
Wann ist das Stethophon die richtige Methode?
Das akustische Verfahren eignet sich besonders gut als Erstsuche – wenn noch unklar ist, in welchem Bereich die Leckstelle liegt. Es braucht keine Vorbereitung der Anlage, kein Tracergas und kein Abstellen des Betriebs. Das Gerät wird einfach aufgesetzt und der Anwender folgt dem Schall.
Ist die Leckstelle akustisch auf einen Bereich eingegrenzt, empfiehlt sich anschliessend die Formiergassuche mit dem Sensorarm GS-433 am UM-850 – für eine zentimetergenaue Ortung, auch wenn die Leitung unter Estrich oder hinter Verputz liegt. Beide Methoden ergänzen sich in der Praxis ideal: akustisch vorsuchen, mit Formiergas feinsuchen.