
Dieses Ergänzungsset erweitert das Universal-Messgerät UM-850 um die Funktion der Lecksuche mit Wasserstoff H2 bzw. Formiergas 95/5. Es eignet sich zur präzisen Ortung von Leckagen an Wasser-, Heizungs- und Sanitärinstallationen.
Der im Set enthaltene Sensorarm GS-433 ist speziell für die Formiergassuche entwickelt. Sein flexibler 9-mm-Arm mit einer Gesamtlänge von ca. 750 mm ermöglicht die Arbeit auch an schwer zugänglichen Stellen. Der Messbereich reicht bis 1.000 ppm H2 – damit eignet sich das Gerät für die feinfühlige Suche nach kleinen Leckstellen.
Der Sensor wird über die Universalschnittstelle am UM-850 angeschlossen und automatisch erkannt. Die Menüstruktur des Grundgeräts passt sich selbstständig an – eine manuelle Konfiguration ist nicht erforderlich. Die Kalibrierwerte sind direkt im Sensor hinterlegt, das Grundgerät bleibt wartungsfrei.
Anwendungsbeschreibung - So funktioniert die Lecksuche mit Formiergas H2
Eine undichte Leitung macht sich oft erst durch Feuchtigkeitsschäden, steigende Heizkosten oder unerklärlichen Druckverlust bemerkbar – die genaue Leckstelle zu finden ist ohne das richtige Werkzeug aufwändig und zeitraubend.
Die Formiergassuche ist eine bewährte Methode, um Leckstellen in Wasser- und Heizungsleitungen schnell und zerstörungsarm zu lokalisieren. Dabei wird ein Gemisch aus 95 % Stickstoff und 5 % Wasserstoff (Formiergas 95/5) in die zu prüfende Leitung eingespeist. Wasserstoff ist das leichteste Gas überhaupt – es entweicht an der Leckagestelle und steigt nach oben durch Böden, Wände oder Estrich. Der Sensorarm GS-433 spürt diesen Wasserstoff bereits ab 1 ppm auf und zeigt die Konzentration am Display des UM-850 an. So lässt sich die Leckstelle zentimetergenau eingrenzen – ganz ohne aufwändige Stemmarbeiten auf Verdacht.
Typischer Ablauf in der Praxis:
Das Verfahren ist besonders effizient bei verputzten oder einbetonierten Leitungen, unter Fliesen oder in Heizkreisen, wo eine visuelle Kontrolle nicht möglich ist. Formiergas 95/5 ist dabei unbedenklich – der Wasserstoffanteil von 5 % liegt weit unter der Zündgrenze und ist für den Anwender ungefährlich.