Wenn Profis über die Planung von grösseren Entfeuchtungsinstallationen nachdenken – sei es im Rahmen einer Bautrocknung, in einem Trockenluftlager oder einer Wasserschadenbeseitigung – stehen meist nicht nur technische Fragen im Raum. Es geht auch um Verantwortung. Für verlässliche Trocknungsprozesse, kalkulierbare Betriebskosten und stabile Raumverhältnisse. Unsere grossen Adsorptionstrockner A15 und C15 tauchen in vielen Projekten als Option auf – robust, effizient, langlebig. Aber: Sind sie wirklich die richtige Wahl für professionelle Anwendungen? Und wenn ja – unter welchen Bedingungen?
In Ausschreibungen und Projektgesprächen fällt die Frage fast immer zuerst: Was kostet das? Gemeint ist damit selten nur der Einkaufspreis. Für Bau- und Energieplaner, Sanierungsfirmen und Fachleute im Bereich Trocknung zählt die Gesamtrechnung: Beschaffung, Einbau, Betrieb, Wartung.
Der A15 ist ein hochwertiger grosser Adsorptionstrockner mit einem Luftvolumenstrom von 1500 m³/h – also keine Low-Budget-Lösung. Der C15 dient als erweiterndes Zubehörmodul und eröffnet neue Optionen, wenn gleichzeitig Heiz- und Entfeuchtungsbedarf besteht.
Die Kombination A15 mit C15 erlaubt die Rückgewinnung der eingesetzten Energie, da nicht feuchte Luft, sondern Wasser (Kondensat) abgeführt wird. Das ist besonders hilfreich in Räumen, in denen keine Möglichkeit zur Ableitung der Feuchtluft besteht – etwa im Altbau, unterirdischen Lager oder technischer Infrastruktur.
Die A15- und C15-Systeme gibt es jeweils in zwei Varianten: mobil mit Rädern und stationär als Fixinstallation.
Die mobile Version ist ideal für wechselnde Einsatzorte – zum Beispiel auf Baustellen, in der akuten Wasserschadensanierung oder bei saisonalem Bedarf. Durch die Rollen ist der Transport auch durch enge Gebäudeabschnitte möglich. Die Aufstellung ist vergleichsweise schnell, es braucht keine festen Leitungen – das spart Planungszeit.
Die Fixinstallation hingegen eignet sich besonders für langfristige Anwendungen: Trockenluftlager, Archivräume, Produktionshallen oder Hohlräume mit dauerhaft erhöhter Feuchtebelastung. Hier steht die Systemintegration im Vordergrund – mit Kanalanschlüssen, Raumklimasteuerung und gezielter Luftverteilung.
Entscheidend ist also nicht, was „besser“ ist – sondern, was zum Einsatzkontext passt. Wer maximale Flexibilität sucht, greift zur mobilen Variante. Wer konstante Leistung mit wenig Bedienaufwand braucht, ist mit einer Fixinstallation besser bedient.
Was uns bei fapatrock immer wieder begegnet: Die Umsetzung solcher Systeme wird im Alltag oft unterschätzt. Zwar sind beide Varianten kompakt und passen durch Standardtürrahmen, dennoch verlangen sie eine präzise Planung.
Ein wiederkehrendes Thema: Luftführung. Der A15 arbeitet mit verschiedenen Luftströmen – Trockenluft, Regenerationsluft, Feuchtluft und Prozessluft. Wenn diese Ströme nicht korrekt dimensioniert oder platziert werden, drohen Druckverluste, Rückfeuchtung oder ineffiziente Entfeuchtung.
Beim C15 ist zu beachten, dass das entstehende Kondensat sinnvoll abgeführt oder zur Wärmenutzung verwendet werden kann. Ohne klares Konzept verpufft hier energetisches Potenzial – besonders relevant bei Projekten mit Wärmerückgewinnung oder streng geregelten Klimazonen.
Wer als Fachplaner oder Sanierer arbeitet, braucht Fakten. Und die sprechen in bestimmten Szenarien eindeutig für Adsorption.
Der A15 ist ein Adsorptionstrockner mit Silicagelrotor. Er funktioniert temperaturunabhängig – selbst bei 5 Grad Celsius ist seine Entfeuchtungsleistung konstant. Kondenstrockner verlieren unter 15 Grad deutlich an Effektivität. Für Sanierungen in kühlen Kellern, Rohbauten oder schlecht beheizten Altbauten ist das ein klares Plus.
Mit dem C15 lässt sich die Abwärme aus der Regenerationsluft zur Raumbeheizung nutzen. In der mobilen Variante ergibt sich so eine lösungsorientierte Kombination: mobile Entfeuchtung plus zusätzliche Wärme ohne zusätzlichen Energieeinsatz.
Ob mobil oder fest installiert – bei der Auswahl eines geeigneten Systems kommt es auf weit mehr an als auf Luftvolumen oder Entfeuchtungsleistung. Was in der Theorie überzeugt, muss in der Praxis unter realen Bedingungen funktionieren.
Ein zentrales Kriterium ist die Einsatzumgebung: Räume mit stark schwankenden Temperaturen, begrenzter Abluftmöglichkeit oder empfindlicher Nutzung (z. B. Lagerung von Holz, Archiven, Elektronik) stellen besondere Anforderungen an die Trocknungstechnik. Adsorptionstrockner wie der A15 bieten hier durch ihre temperaturunabhängige Arbeitsweise klare Vorteile.
Gleichzeitig ist die Systemintegration entscheidend. Vor allem bei Fixinstallationen müssen Luftführung, Steuerung und Wartungszugänge frühzeitig mitgedacht werden. Auch bei mobilen Systemen lohnt sich ein strukturierter Ansatz: Einsatzdauer, Raumgrösse und Trocknungsziel sollten die Gerätekonfiguration bestimmen – nicht umgekehrt.
Technisch lässt sich zusammenfassen: Wer auf nachhaltige Trocknungsergebnisse und stabile Prozessbedingungen setzt, braucht nicht nur das passende Gerät – sondern ein durchdachtes Gesamtkonzept.
Ob mobil oder fest installiert: Der A15 in Kombination mit dem C15 ist kein Schnellschuss, sondern eine Lösung für komplexe Anforderungen. Wer kurzfristig reagieren muss – etwa bei Wasserschaden oder in der Bauaustrocknung – profitiert von der Flexibilität der mobilen Version. Wer konstante, wartungsarme Entfeuchtung braucht, fährt mit der stationären Lösung besser.
Beide Varianten haben ihre Berechtigung – und ihre Stärken. Wichtig ist, dass Technik und Anwendung zusammenpassen. Und dass Planung nicht am Gerät endet, sondern dort beginnt, wo es eingesetzt werden soll.